Die schönste Zeit des Jahres …

… schon wieder vorbei.

Die Rede ist vom Jahresfamilienurlaub. Schon zum siebenten Mal verbrachten wir diesen in der Nähe von Wilhelmshaven. Was mit der Buchung der Ferienwohnung der Eltern eines Fotofreundes begonnen hat, ist mittlerweile ein Urlaub bei Freunden mit Familienanschluss. Ich sage immer: bei Freunden zuhause, zuhause bei Freunden. Neben den Familienausflügen sowie Badetagen am Strand 🏖 und Schwimmbad, bin ich natürlich auch geradelt.

So habe ich zwei längere Touren unternehmen können. Zum einen radelte ich an einen Tag von Wilhelms- nach Bremerhaven und zurück. Vorher ging es ca. 10 km zum Südstrand in Wilhelmshaven, von wo ich mit dem Ausflugsschiff „Harle Kurier“ nach Eckwarderhörne auf die Halbinsel Budjardingen übergesetzt habe. Dem Küstenverlauf folgend ging es bis Blexen, von wo die Autofähre nach Bremerhaven ablegt. Gestärkt habe ich mich mit zwei Mattjesbrötchen in der Nähe vom Zoo am Meer, bevor es wieder zurück nach Eckwarderhörne ging. Einen Haken hatte die Sache, denn das Ausflugsschiff bedient diese Strecke nur zweimal an ausgewählten Tagen – einmal morgens und das andere mal am späten Nachmittag bzw. frühen Abend. Verpassen bedeutet 65 Extrakilometer und damit keine Option für mich. Auf der Fährfahrt zurück nach Blexen begegnete ich Rebekka, die das gleiche Ziel hatte. Rebekka ist einige Tage zuvor in Münster in Richtung Cuxhaven gestartet und über den Nordseeradweg in Richtung Niederlande unterwegs. So fuhren wir die Strecke gemeinsam, denn geteilte Kilometer sind halbe Kilometer – zumindest gefühlt. Wir radelten auf dem direkten Weg quer durch Budjardingen und haben uns blendend unterhalten. So und mit Rückenwind flogen wir förmlich unserem Ziel entgegen. Weit vor dem Schiff waren wir in Eckwarderhörne und aalten uns in der Sonne. Nach der Überfahrt nach Wilhelmshaven trennten sich unsere Wege dann wieder – Rebekka Richtung Hooksiel und ich zurück zur Ferienwohnung. Am Ende des Tages waren es 92 Kilometer und das Limit noch lange nicht erreicht.

KlickMich

Nach dem mich mein PC schnöde im Stich gelassen hat, ist das Video zur Tour erst jetzt fertig geworden und nun online:

Von Haven zu Haven – Biken für Matjesbrötchen

Eine zweite eher Halbtagestour führte mich von der Ferienwohnung nach Jever – für das gleichnamige Bier war es aber noch viel zu früh. Hier beginnt ein Radweg, von dem ich schon vor dem Urlaub gelesen hatte. Die Tidebahn verband knapp 100 Jahre bis 1989 Jever und Carolinensiel bzw. Harlesiel um die Bädertouristen nach Wangerooge zu bringen. Erst noch der Straße folgend, später dann abseits durch die Felder verläuft die ehemalige Bahntrasse durch eine wunderschöne Landschaft. Leider (oder vielleicht auch zum Glück) wird diese Strecke nicht großartig beworben. Keine besonderen Hinweisschilder oder Infotafeln. Ich konnte lediglich zwei kleine Schilder, ein Stück der alten Gleise und alte Bahnhofsgebäude entdecken. Ansonsten ist die Ausschilderung der Radwege mit dem Knotenpunktsystem in ganz Friesland als vorbildlich zu bezeichnen. Verfahren fast unmöglich. Die Beschaulichkeit der Bahntrasse wich in den Badeorten an der Küste schnell. Ob Carolinensiel, Harlesiel oder auch Neuharlingersiel – kaum Bis keine sichere Radwege, unachtsame Zeitgenossen und Verkehr wie auf der A40. Sicher sind es alles schöne Orte, aber ich habe selten so unwohl und deplatziert gefühlt. Erinnerungsfotos geschossen und weiter. Nach Neuharlingersiel habe ich dann auch beschlossen, direkt nach Esens zum Bahnhof zu radeln. Von dort aus ging es dann mit der Nord-West-Bahn in einer 30minütigen Fahrt zurück zur Ferienwohnung.

Allmorgendlich vor dem Frühstück radelte ich meist zwischen 10 und 45 km durch die schönen Weiten Frieslands. Da kommt mir entgegen, dass ich mittlerweile eher Frühaufsteher als Langschläfer bin. So bin ich eines Morgens auf dem Weg zur Bäckerei in Friesland gestartet, habe Station in Russland und Amerika gemacht, bin dann am Kanal entlang zurück zum Bäcker in Friesland geradelt – wer kann das schon von sich behaupten ?

Natürlich habe ich auch hierzu Material für YouTube-Videos gedreht, die es nun zu schneiden und bearbeiten gilt. Das wird aber sicher noch einige Tage dauern. Aber hier erfahrt Ihr als erste davon, versprochen.

Den Werbeslogan der bereits erwähnten Biermarke möchte ich mal abwandeln:

„Wie das Land, so die vielfältigen Radwege“

Für mich beschreibt es meine Radelzeit dort am Besten. Da es auch in den nächsten Jahren im Sommer wieder dorthin geht, werde ich noch viele weitere Touren dort unternehmen können, ohne das es auch nur im Ansatz langweilig wird. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Sommerurlaub.

 

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