Mit Rad und Fred durch‘s Lahntal (2. Tag)

Leider in der Nacht nur einen unruhigen Schlaf gefunden. Gefühlt fuhren im Sekundentakt Züge durch‘s Zelt. Als wenn das nicht genug wäre, waren auch unternehmungslustige Nachteulen auf dem Weg hinter der Zeltwiese unterwegs. Also früh raus aus den Federn und ab unter die warme – ähh – eher lauwarme Dusche. Gott sei Dank war der zwischen Zähneputzen und Rasieren mittels Tauchsieder bereitete Kaffee heiß. Haarstyling musste wegen vergessener Haarbürste ausfallen. Wofür habe die ganzen Checklisten geschrieben ? Bis wir alles zusammengepackt und verstaut hatten, schritt der Zeiger auf der Uhr schneller als gedacht voran. Ach ja, meine Garmin Vivoactive HR hat sich in einer Nacht komplett entleert. Normalerweise hält der Akku knapp eine Woche. Das Touchdisplay reagierte auch nicht mehr. Wo war das Ladekabel ? Richtig: zuhause. Noch ein Nachtrag in die Checkliste.

In die Kette der Garminaussetzer reihte sich auch mein Oregon 700 ein. Aber dieses Mal lag es an den von mir verwendeten Batterien. Normale alkalische Batterien zieht das Teil leer wie nix. Nach knapp drei Stunden waren neu eingelegte schon leer. Also ab in die Tasche mit dem Teil.

Morgens kamen wir mit unseren Nachbarn ins Gespräch, die nach einem Jahr Radtour und jobben in Frankreich, Belgien und den Niederlanden nun auf dem Heimweg waren. Interessiert befragten wir die beiden nach den erlebten Abenteuern. Leider wurden die zwei erst wenige Tage zuvor vom Helfer zum Opfer. Im Wald entdeckten die beiden mehrere große Ölspuren und informierten die Feuerwehr. Als sie weiterradelten, verloren sie eine Jacke mit Handy und Geldbörse auf dem Waldweg. Neben der zwischenzeitlich eingetroffenen Feuerwehr war nur ein Jogger in dem Gebiet unterwegs. Trotz intensiver Suche war nichts mehr zu finden. Den Rest reimt Euch bitte selber zusammen. Nun waren die beiden fast blank, wollten aber auch keine Hilfe von uns, da Rettung nahte. Krass.

Bis wir in der Marburger Südstadt beim Frühstück saßen, war es 11 Uhr. War aber nicht so wild, da wir nur circa 60 Kilometer zu absolvieren hatten. Um 1215 Uhr verließen wir Marburg in Richtung Wetzlar. Unterwegs trafen wir die beiden wieder. Sie frühstückten am Wegesrand. An unserem nächsten Tagesziel hatte ich einen Campingplatz im Vorfeld online reserviert und bezahlt. Bis 1800 Uhr wollten wir dort sein. Bei netter Unterhaltung strampelt es sich doch direkt entspannter. Wieder führte uns der Weg durch schöne Landschaften und kleine Orte. Mal rauf und später auch wieder runter, um gleich wieder einen Anstieg hochzutrötteln. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint und der Wind auch. Um 17 Uhr trafen wir auf dem Campingplatz ein und das war auch gut, denn Bürozeiten war bis genau 17 Uhr. Fred meldete sich noch rasch an und wir konnten noch Bierchen erstehen – besser geht doch nicht. Dieses Mal waren die sanitären Einrichtungen keine 10 m weg. Zwar etwas altbacken, aber sauber. Den großzügigen Platz teilten wir uns mit Klaus, der auf dem Rückweg aus dem Hunsrück nach Hause war.

Während wir das Fred&Harry Kochstudio eröffneten, radelte Klaus in die Stadt. Heute stand Gulasch auf unserem Speiseplan. Die Trangias liefen auf voller Flamme und das Ergebnis war ausgesprochen lecker.

Direkt am Campingplatz war ein griechisches Lokal. Essen wollten wir nicht, aber noch ein Bierchen zischen.

Gegen 23 Uhr ging es wieder ins Schlafsäckchen. Da die nächste Etappe doch wieder länger war, sollte die Zeit schon von Beginn an gut gemacht werden.

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