Lars und Harry radeln

Über YouTube und Facebook kannten wir uns virtuell. „Lars radelt“ ist sein Kanal, „Harry radelt“ der meinige. Er kommt aus Solingen, was 16 S-Bahnstationen mit der S1 von mir weg ist. Damit war für mich klar, wir müssen mal was zusammen radeln. Kommunikation kann heute so einfach sein und schon hatten wir einen Plan.

Bei Outdooractive hatte ich eine flache, aber schöne Tour in der näheren Umgebung gefunden. Diese nach Komoot übertragen und von da auf das Garmin Edge 530. Rad auf den Träger und ab zum Treffpunkt in Kamp-Lintfort. Lars war schon etwas früher da als ich, mein Zeitmanagement halt. Aber das hat der guten Stimmung keinen Abbruch getan.

Erste Station war das bekannte Kloster Kamp. Der wunderschöne Terrassengarten ist sehr bekannt und Teil der Landesgartenausstellung 2020. Dieser Garten wird als das „Sanssouci des Niederrheins“ bezeichnet. Seit meiner Jugend kenne ich den Ausspruch: „dann gibt es den Segen vom Kloster Kamp“. Das war aber mehr Drohung als Beistand.

Über schöne Radwege führte uns der Trek in die Nibelungenstadt Xanten, zum Dom und der Kriemhildmühle. Hier erlegte Lars den Drachen und zur Belohnung gab es Frühstück. Gut gestärkt statteten wir den Römern in der Colonia Ulpia Traiana einen Besuch ab. Es handelte sich um die drittgrößte römische Stadt nördlich der Alpen. Apropos „Alpen“ – da sollten wir heute auch noch Kontakt mit bekommen.

Auch die Legionäre tragen Maske 😷

Über eine ehemalige Bahntrasse ging es an Appeldorn vorbei nach Kalkar. Wunderschöne Stadt mit sichtbarem niederländischem Einfluss. Cola-Pause und weiter ging es in Richtung Vater Rhein, den wir in Sichtweite des „Schnellen Brüters“ erreichten. Dieser ist heute ein Freizeitpark und wird damit besser genutzt als es ursprünglich vorgesehen war.

Der Rheindeich war der richtige Ort, um aus der mitgeführten Kühlbox zwei eiskalte Gösser Radler alkoholfrei herauszuholen und zu genießen. War mir aber nicht wirklich gegönnt, denn ein Teil ergoss sich ins Erdreich, als die Dose an Standfestigkeit verloren hatte und von der Bank kippte. C’est la vie oder : da machste nix

Am Rhein entlang ging es in südlicher Richtung zur Nordsee – zur Xantener Nordsee korrekterweise. Einer von zwei riesigen Baggerseen, die heute der Naherholung dienen. Hier gab es Fritten – in Öl frittierte Sonnenstrahlen und ein alkoholfreies Weizenbier. An der Südsee vorbei gelangten wir nun auf die andere Seite des ehemaligen römischen Hauptortes der Provinz Germania inferior (Niedergermanien). Schon beeindruckend, was die damals so in die Landschaft gestellt haben.

Durch das Naturschutzgebiet Bislicher Insel führte uns der Weg an den Alpen vorbei – sorry,  Schreibfehler – an der Ortschaft Alpen vorbei nach Kamp-Lintfort. Hier gab es das Abschlussbierchen aus der österreichischen Brauerei Gösser – natürlich alkoholfrei, denn wir beide mussten ja noch mit dem Auto heimwärts.

Lars und ich sind sicher nicht das letzte mal zusammen geradelt und am Niederrhein gibt es noch reichlich schöne und von uns unentdeckte Strecken.

Und wenn zwei YouTuber unterwegs sind, dann gibt es auch zwei Videos der Tour:

Mein Filmchen der Tour
und Lars sein Filmchen

Viel Spaß beim Anschauen

Euer Harry

5 Kommentare zu „Lars und Harry radeln

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